Auf beiden Seiten Roman
1989 und 1990: Jahre des Umbruchs. Der Schweizer Journalist Mario, gerade von seiner Frau getrennt, reist kurz vor dem Mauerfall für eine Reportage nach Ostberlin. Was er noch nicht weiß: Der Kalte Krieg reicht auch bis in sein Leben und seine Familie hinein. Ein überraschender, politisch brisanter Roman über eine nahe Vergangenheit, die bis heute nachwirkt.
(Buchpräsentation Diogenes Verlag)
Lukas Hartmann sticht in ein historisches Wespennest. Der Journalist Mario war einst Lieblingsschüler des alten Paukers Gruber. Hinter der Lehrermaske verbarg sich aber ein kalter Krieger, der Mitglied einer Schweizer Geheimarmee war. Deshalb war er enttäuscht darüber, dass Mario sich mehr und mehr nach links entwickelte – eine Reise in die DDR inklusive. Im Wechsel der Perspektiven erzählt Hartmann präzise recherchiert eine brennende Schweizer Geschichte. Gekonnt verknüpft er politische und private Ebene miteinander, um die persönlichen Verletztheiten zu beleuchten, die spätestens in der Wendezeit um 1989 aufbrechen mussten. (Beat Mazenauer)