Herr Trüb liebt das Fliegen
Erzählung

Von morgens bis abends zieht Herr Trüb seinen Handwagen durch Zürich. Als Straßenkehrer ist er mit allen Winkeln der Stadt vertraut und langweilt sie nie. Eines Tages aber beschließt er, sich eine Pause zu gönnen und eine neue Tätigkeit auszuprobieren.

«Und dann der Flug selbst. Herr Trüb wusste nicht, ob er überhaupt schwindelfrei war und die Höhenluft gut vertrug. Er war in erster Linie Straßenkehrer und dementsprechend in der Luft weniger bewandert als auf dem Boden. Anderseits hatte es ihn immer schon heimlich gereizt, der Schwerkraft ein Schnippchen zu schlagen und ihr vielleicht sogar davonzueilen, so wie es die Möwen taten, denen er manchmal am Seeufer zuschaute.»

(Buchpräsentation Offizin Verlag 2014)