Der Herbst, in dem ich Klavier spielen lernte

»Ich lerne Klavier spielen.« Mit diesem Satz beginnen am 22. September die Aufzeichnungen, in denen die Ich-Erzählerin in Hanna Johansens neuem Buch Der Herbst, in dem ich Klavier spielen lernte während dreier Monate dieses Vorhaben protokolliert, das sie weit in die Kindheit in Norddeutschland führt und wieder zurück in die Gegenwart, zur Gartenarbeit im Herbst, zum Wechsel von Beständigkeit und Verlust von Fähigkeiten und Kräften, zur Frage nach dem Zuhause. Wie lernte das Kind, das sie einmal war, die wichtigen Dinge für das Leben? Wie verändert sich das Lernen mit dem Älterwerden? Diese Fragen treiben die Schreiberin um. Sie ist hartnäckig und merkt: »Sobald eine Schwierigkeit einigermaßen überwunden ist, kommt die nächste.«

(Buchpräsentation Dörlemann)

Presseschau

Die anfänglich noch kleine, eng umzirkelte Welt des Mädchens wird von unzähligen Menschen und Vorgängen geprägt, die nun aus der Rückschau evoziert werden, in einer geschmeidigen, wachsamen, nie vorpreschenden Sprache. [...] Am Ende zählen die Wörter, zählt das, was sie bewahren können, weil sie es erzählen - Hanna Johansen führt in ihrem neuen Buch auf meisterhafte Weise vor, wie umzugehen ist mit einer Vergangenheit, die nie vergangen ist. (Martin Zingg, NZZ, 29.10.2014)