Das Gedächtnis der Bilder Texte zu Malerei und Fotografie. Werkausgabe Band 5
«Es geht um eine lebenslange, lustvolle Seh- und Denkschule der kleinen Verschiebungen», das ist es, was Klaus Merz zu seinen Bildbetrachtungen antreibt. Über Jahrzehnte hinweg hat er sich in kleineren Texten kritisch mit Fotografie und Malerei auseinander gesetzt, um die Kluft zwischen Bild und Anschauung herauszuarbeiten. Oft sagen Bilder mehr über das Wesen der Dinge aus als das reale Vorbild. Merz erweist sich dabei als anregender wie brillanter Betrachter, der demonstriert, wie wir in der Bilderflut für Momente unseren Blick still stellen und uns vor der Bilderflut retten können. Der Band bildet den fünften Teil einer Werkausgabe, deren Band 6 die Prosa der Jahre 1996-2014 versammelt, mit der Klaus Merz endgültig der literarische Durchbruch gelungen ist. (bm)