Letzte Lieben

Kurzkritik

Zehn Erzählungen – zehn Spielformen der Liebe. Man muss wohl die Lebensmitte überschritten haben, um sich der Liebe, diesem uralten Motiv der Weltliteratur, wieder so frei und vielgestaltig zu nähern, wie es Jürg Amann in seinem schmalen Erzählband gelingt. Liebe und Tod, Sinnlichkeit und Pein, Entsagung und Erfüllung – in diesem Reigen sind alle Erscheinungsformen der Liebe vereint. Sie zeigt sich im Traum, als Erinnerung, sie bleibt unausgesprochen, unerkannt, oder eskaliert bis zum Tod. Nicht alle Erzählungen sind gleich eindringlich, die ganze Sammlung jedoch bietet überraschende Variationen zu einem der grundlegendsten Motive der Literatur. (Christa Baumberger)