Popcorn. Texte für den kleinen Hunger
Kurzprosa

Kurzkritik

Rudolf Bussmanns Kurzprosaband Popcorn besteht, wie der Untertitel andeutet, aus bekömmlichen Häppchen für den kleinen Lesehunger. Kaum hat man von den kuriosen, verspielten, manchmal ins Absurde zugespitzten Texten gekostet, sind sie auch schon wieder zu Ende. Doch sind es veritable Denkanstöße – aktuell und zugleich aus der Zeit gefallen. Bussmann versteht den Kern alltäglicher Begebenheiten herauszuschälen und mit Raffinesse, Humor und einer Prise Verrücktheit zu hochkonzentrierten Betrachtungen zu verfeinern. Ganz unaufdringlich kommen seine 70 dichterischen Miniaturen mit Zeichnungen der in Basel wohnhaften Künstlerin Stephanie Grob daher.

(Alexandra von Arx, «Viceversa Literatur» 8, 2014)