Konzert für die Unerschrockenen
Roman

Presseschau

Konzert für die Unerschrockenen [...] überzeugt als feinsinnige, unaufgeregte und berührende Familiengeschichte. (Verena Stössinger, Die Nordwestschweiz, 19.8.2013)

Ein eigentümlicher Bruch geht durch ihr Buch. Denn die Tagebuchpassagen, die Geschichte, die Leah gehört, über 23 Jahre, in Europa und Asien, in ihren Heimaten und Heimatlosigkeiten: Sie sind von schönster Unfeierlichkeit und Lakonie, eloquent durch die Abwesenheit von Eloquenz - kurz: einem gelebten Leben sprachlich angemessen. Hier geht eine Figur durch ihre Zeit und nicht nur ein Figurenschatten. Diese Tote ist lebendiger als alle Lebenden. (Christoph Schneider, Tages-Anzeiger, 22.8.2013)

Kurzkritik

In unerschrockener Klarsicht legt die Ich-Erzählerin Anna Weiss sich Rechenschaft über ihr Leben und ihre Familienverhältnisse ab. Anlass dazu wird ihr der Tod der Großtante Leah, deren Tagebücher sie sich ebenso entgegenhält wie die Fotos, die sie – geübt als Kunstwissenschaftlerin – auf präziseste Weise wiedergibt. Während Leah drei Ehen durchlebt hat und sich in mehrere Kontinente versetzt sah, muss Anna sich erst mit dem Vater, dem Bruder und der meist abwesenden Mutter auseinandersetzen, bevor sie einen Neuanfang wagt und sich »wenigstens eine andere Umgebung« schafft, wie es das Motto von Anton Tschechow ankündigt.

(Daniel Rothenbühler, Viceversa 8, 2014)