Die Erbschaft
Kurzkritik
Der Witz ist ein einfaches und zugleich komplexes Sprachgebilde, das mit feinsten Klangfarben, dissonanten Verschiebungen und doppelten semantischen Böden arbeitet. Er ist also reine Poesie. Genau darum dreht sich Die Erbschaft. In einem lockeren Setting, das auch die Familie auftreten lässt, reflektiert Zsuzsanna Gahse dieses poetische Schillern und untermalt es mit einer Fülle von treffenden Witzen. In ihnen sind kollektive Tradition und Historie aufbewahrt. Doch dafür müssen sie weitergegeben, erzählt, variiert und gepflegt werden. Die Autorin tut es mit Witz und Leidenschaft.
(Beat Mazenauer, Viceversa 8, 2014)