Cerchi di luce
Cerchi di luce di Federico Hindermann raccoglie due serie di brevi poesie del 2008 e del 2009. Sono mottetti che si presentano quasi come aforismi, senza tuttavia condividerne il tono sentenzioso, e offrono al lettore molteplici domande, mai chiuse da certezze. Le due sezioni, In usufrutto e Cenere viva sono tappe di un viaggio verso l’ignoto intrapreso da sponde distinte, e restituiscono frammenti di vita o bagliori di luce divina da due semicerchi complementari, con richiami.
(Presentazione della raccolta, edizioni Opera Nuova)
«Lichtkreise. Ausgewählte Motette 2008-2009)»
«In usufrutto» und «Cenere viva» lauten die bedeutungsvollen Titel der beiden Teile des Bandes, der (nach Jahr geordnet) eine Reihe neuer Motetten Hindermanns aufnimmt. Federico Hindermann ist im Verhältnis zu seiner Bedeutung und zum Platz, den er im Panorama der italienischsprachigen Schweizer Lyrik einnimmt, einer der vielleicht am wenigsten bekannten Lyriker. Die Reduktion auf ein Mindestmass an Form, das sein Schaffen seit etwas mehr als zehn Jahren auszeichnet, hebt hervor, wie sehr er am Wort feilt, und enthüllt atemberaubende Tiefen. Alliterationen, Assonanzen, Bezüge und Reime bilden das akustische, fast schon musikalische Skelett, mit dessen Hilfe neue oder erneuerte Themen und Motive heraufbeschworen und nicht nur mit symbolischem Sinn, sondern auch narrativ aufgeladen werden. In stets fragendem, aufhebendem Ton schlängelt sich die Rede durch die gelehrte, dichte hindermannsche Imagerie, leicht zwar in Bezug auf die Anzahl Verse, kraftvoll jedoch in der Erkundung des Unermesslichen.
(Roberta Deambrosi, Viceversa Literatur 5, 2011, Übersetzung von Barbara Sauser)