Szenen des Todes
Essays

Presseschau

Gespräche über Todesangst und das Erschrecken angesichts der Verwandlung eines lebendigen, vertrauten Körpers in eine Leiche fallen immer noch schwer. Umso überraschender und befreiender wirken die «Szenen des Todes», die Corina Caduff veröffentlicht hat; sie verzichten auf das Pathos der Gewichtigkeit, doch ohne Neigung zur Leichtfertigkeit oder Ironie. Was ihnen gelingt, ist ein sensibler Balanceakt zwischen Nähe und Distanz, eine Haltung des Ezählens, die sich an den besten Traditionen der Fallgeschichte - von Freud bis Oliver Sacks - orientiert. (Thomas Macho. NZZ, 10.07.2013)