Kurzkritik

Eugen Gomringer und Konkrete Poesie sind ein Paar – seit sechzig Jahren. Mit dem Lyrikband konstellationen (1953) und dem Manifest Vom Vers zur Konstellation (1955) begründete Gomringer die Konkrete Poesie und gab der deutschen Nachkriegslyrik eine ganz neue Wende. Der Band admirador, zusammengestellt anlässlich des Alice Salomon Poetik Preises 2011, präsentiert eine repräsentative Auswahl von Essays, Vorträgen, biographischen und autobiographischen Texten, ja sogar Märchen. In ihnen schärft er die Konturen seiner Konkreten Poesie, ohne sie ins Korsett einer Theorie zu zwängen. Interessant ist aber auch Gomringers späte Rückkehr zur gebundenen Form des Sonetts nach dem Jahr 2000. (Christa Baumberger)