Malaga – Parzival – Zwanzigtausend Seiten Stücke
Kurzkritik
Lukas Bärfuss bleibt sich treu, indem er laufend die theatralische Formensprache variiert. Seine jüngsten drei Stücke stehen für diese Beweglichkeit. Malaga ist ein intimes Kammerspiel, das subtil eine familiäre Situation auslotet. Parzival unterzieht einen alten Stoff souverän einer neuen Lesart. Und Zwanzigtausend Seiten präsentiert sich als brisante Mischung aus Ernst und Klamauk. Lukas Bärfuss ist ein wacher Zeitgenosse, der in seinem Theater nicht die Realität spiegelt, sondern der Realität eine theatralische Verwicklung vorhält, damit sie sich darin erkenne. In den neuen Stücken dreht er Bekanntes durch die Mühle der Verfremdung. (Beat Mazenauer)