Le Chemin sauvage
Roman

Kurzkritik

Der dritte Roman von Jean-François Haas spielt in der ländlichen Schweiz der 60er Jahre – aufmerksame Leser werden die Umgebung von Fribourg erkennen. Es geht um die Freundschaft zwischen dem Icherzähler und Myriam, einem gleichaltrigen Mädchen, das als Bauernmagd verdingt wird. Myriam wird Opfer sexuellen Missbrauchs und verschwindet, bis man ihren leblosen Körper findet. Eine Untersuchung wird eröffnet. Im Dorf weckt das Verbrechen Hass und alte Streitigkeiten. Ein starker erzählerischer Atem beseelt das Buch, Kriminalgeschichte, Sozialstudie und Bildungsroman in einem: Ein Kind mit seinen Spielen, seiner Fantasie und seinen Albträumen erfährt den Verlust der Illusionen. (Céline Fonntannaz)