Seerücken Erzählungen
Kurzkritik
Auch im neuen Erzählband tragen Peter Stamms Figuren ihre Leere und Ungewissheit mit einer stillen Würde, die einen manchmal würgen kann beim Lesen, und obwohl sie sich oft vom Leben herumspülen lassen, gibt es die kleinen Akte des Widerstands. In den neuen Texten experimentiert Stamm und führt sein Personal auch mal hart an die Grenze zum Fantastischen, so dass die Ungewissheit auf die Leserinnen und Leser übergreift. Die Erzählungen leben von den kleinen Verschiebungen im Bewusstsein und in der Wahrnehmung bei der Lektüre. Und letztlich ist es ihre Schönheit, ihre gelungene Form, die uns für die Nöte der Figuren zugänglich macht. (Christine Lötscher)