Polarrot
Roman

Kurzkritik

Der Toggenburger Bauernbub Jakobli versucht sich unter dem Namen Jack Breiter in Sankt Moritz als Heiratsschwindler, fliegt aber kurz vor dem Ziel auf. In Basel steigt er auf im Chemiekonzern Gugy, der den Nazis die Farbe «Polarrot» für die Hakenkreuzfahne verkauft. Doch als er für die schöne Frau des Chefs Goldbarren aus jüdischem Besitz in die Schweiz schmuggelt und dabei erwischt wird, nimmt auch diese Karriere ein brüskes Ende. Zuletzt lebt er als Bauer Jacques im Jura, wo er gegen Bezahlung Flüchtlinge über die Grenze bringt. Aus Geldgier, Liebe und (ein bisschen) Überzeugung auf der richtigen Seite – so erzählt Tschan süffig die Geschichte eines Schweizer «Helden». (Ruth Gantert)