Das zweitbeste Glück Roman
Kurzkritik
In ihrem zwölften Roman wendet sich Margrit Schriber erneut einem historischen Stoff zu: Es ist die Geschichte der Schweizer Geschwister Oskar und Julie Helene («Leny») Bider – er ein gefeierter Pilot, sie ein skandalumwitterter Stummfilmstar. Beide finden am 7. Juli 1919 den Tod: Der Bruder stürzt mit dem Flugzeug ab, die Schwester erschiesst sich wenige Stunden später im Zürcher Hotel Bellevue au Lac. Erzählt wird Lenys kurzes Leben von der «Pariserin», der Geliebten ihres verstorbenen Vaters. Authentische Zitate aus Lenys Tagebuch zeichnen das Bild eines jungen Mädchens zu Beginn des letzten Jahrhunderts, zwischen Lebenslust und Todessehnsucht. (Ruth Gantert)