Nilpferde unter dem Haus Erinnerungen, Träume
Kurzkritik
Während Kommissar Hunkeler seine Fälle löste, notierte sein Autor Hansjörg Schneider Träume und Erinnerungen in ein Tagebuch. Im Schmerz um den Tod seiner Frau steigen Konflikte aus seiner Kindheit auf, oft auch ein brachialer Zorn auf das rigide, intellektuellenfeindliche Leben, das ihm der Vater aufoktroyieren wollte. Der Text geht in seiner unverblümten Direktheit unter die Haut, gerade auch da, wo Schneider die Grenzen dessen, was man als LeserIn gerne liest, überschreitet: Dazu gehören Fehden mit wichtigen Figuren aus dem Kulturbetrieb und ab und zu eine ordentliche Portion Narzissmus. (Christine Lötscher)