Sieben Jahre Schlaf
Roman

Kurzkritik

«Du heisst gar nicht Vanessa», sagt Lucies Freund Simon ungläubig und glaubt jetzt gar nichts mehr. Lucie – und das wusste er nicht – stammt aus einer Familie von flüchtigen Frauen, die ihre Töchter als Kinder verlassen haben. Seither befindet sich die junge Frau in einem traumwandlerischen Zustand, wo die Namen keine Rolle spielen und nichts verbindlich ist. Erst ein Telefonanruf weckt sie auf: Ihre Mutter – weit entfernt – liegt nach einem Schlaganfall im Krankenhaus. Karin Richners zarter, poetischer Roman wächst in einem Geflecht aus Erinnerung und Gegenwart zusammen und lässt das Licht und die Farben, auf die sich die Autorin so gut versteht, immer heller leuchten. (Christine Lötscher)