Warten auf Broch Text über Text
Kurzkritik
«Ich sitze da in diesen verwahrlosten Welt und erinnere mich des Lebens, wieso alles so kommen musste.» Dragica Rajčić erkundet in Warten auf Broch ihr eigenes Schreiben. Als «Spiegel» dienen ihr dabei die Romane und die Person von Hermann Broch (1886–1951). Sie regt sich darüber auf und ist zugleich fasziniert. Um dabei nicht den Humor zu verlieren, schafft sie ironische Distanz mit einer eigenwilligen Schreibweise. Wie in ihren Gedichten pflegt sie lustvoll einen «Jugo-Dialekt», mit dem sie sich von der genormten «Perfektion» der deutschen Sprache abhebt. (Beat Mazenauer)