Helenenplatz Roman
Kurzkritik
Simona Ryser begleitet in ihrem zweiten Roman Helenenplatz ein Trio auf seltsamen Wegen. Hanna, Georg und Sabine zeichnen die verwirrende Geometrie der Stadt nach. Immer wieder kreuzen sich ihre Wege auf überraschende Weise, manchmal auch auf paarnet.com. Dennoch bleiben sie gefangen in ihrer Einsamkeit. Helenenplatz erzählt kleinste Fragmente einer vielleicht grossen Geschichte, die nie ein Ganzes wird. Die Autorin schwankt dabei unruhig zwischen verwischender Beschleunigung und überscharfer Zeitlupe. So fängt sie mit lakonischer Präzision ein, wie sich ihre Figuren zielstrebig verfehlen. (Beat Mazenauer)