Auf den Inseln des letzten Lichts
Tobey und Megan gingen von klein an ungleiche Wege. Sie lebten allein mit ihrem Vater auf einem armseligen irischen Bauernhof. Kein Wunder, dass sie schnellstmöglich von zuhause wegziehen. Während es Tobey erfolglos mit Rockmusik versucht, engagiert sich Megan als Tierschützerin und landet nach unsteten Reisen schliesslich auf einem philippinischen Eiland, wo Mysteriöses vor sich geht. Sie verschwindet und Tobey macht sich auf die Suche nach ihr. Lapperts Roman erzählt eine fiebrige Story in zwei übereinander gelegten Erzählschlaufen. Formal reiht er sich ein ins international bekannte Genre des globalen Abenteuerromans im exotischen Setting. Alles daran mutet wild und turbulent und rätselhaft an. Im Kern straff komponiert, hält Lappert die fiebrige Anspannung gekonnt aufrecht, freilich um den Preis, dass der Zufall dabei tüchtig mitspielen muss und die Handlung so vollends ins Gekünstelte kippt. (Beat Mazenauer)