Sunderwarumbe
Ein Schweizer Requiem. Roman

Kurzkritik

Der Tote, der hier besungen wird, gibt sich als Philosoph den Namen Hieronymus Sunderwarumbe und sucht in der Nachfolge Meister Eckhardts, des deutschen Mystikers aus dem Spätmittelalter, nach einem Sinn jenseits des «Warums». In der Nachfolge Martin Heideggers definiert er den Menschen als «Sterbewesen», das frei wird und sein Leben ausleben kann, indem es den Tod als seine wahre Bestimmung anerkennt. Seine zahlreichen, weit ausgreifenden philosophischen Anläufe, die sich von 1977 bis 2005 erstrecken, hinterlässt Sunderwarumbe seinem jungen Freund Georg – einem philosophischen Poeten wie Christian Uetz. Als Leseanleitung hält er zum Schluss fest: «Texte absolut unverbindlich. / Nicht mehr rückbezüglich. / In keiner Weise Mitteilung». (Daniel Rothenbühler)