Einer zu viel Roman
Kurzkritik
Ein Sommer im Süden: Im Hause Casta kommen drei Generationen einer Familie zusammen, und unter der flirrenden Tessiner Sonne erhitzen sich die Beziehungen. Sehnsucht, Harmoniestreben, uneingestandene Ängste, Glücksversprechen und Leidenschaft sind die Antriebskräfte dieses Reigens, der sich um ein lang gehütetes Geheimnis dreht.
Nach den Erzählbänden Tu nicht so (2004) und Verschwinden (2006) sowie dem Roman Die geheimen Leben der Schneiderin (2008) legt Waldis mit Einer zu viel ihren zweiten kurzen Roman vor. Er ist so luftig-leicht wie eine Sommerbrise. Eine völlig unsentimentale Familien- und Liebesgeschichte und zugleich eine kluge Studie über das Fortwirken vergangener Ereignisse in der Gegenwart. (Christa Baumberger)