Die Carmen vom Weissenstein
Roman

Kurzkritik

Die Bernerin verpflanzt die Oper Carmen aus Sevilla ins solothurnische Derendingen und macht aus José den Jungbauern Sepp und aus Escamillo den Fabrikanten Peugeot. Aber sie lässt auch die Musik wieder aufleben, die in der Anlage ihres Buches und im «La la la la» der Zigeunerin Carmen ihre Entsprechung findet. Nur sterben lassen will sie die Verführerin am Ende nicht. Dies spricht für die überzeugende Tendenz, das Opernhafte in glaubwürdiger Form in Prosa zu überführen. (Charles Linsmayer)