Skoda [Deutsch]
Ein junger Mann kommt zu sich. Um ihn verstreut seine unglücklicheren Kameraden. Alle tot. Eine Geschichte von Heute, in einem nicht genannten Land. Der junge Mann steht auf. Ein paar Meter weiter ein Wagen, ein Skoda, ausgebrannt. Auch er eine Zielscheibe des Luftangriffs. Im Inneren des Wagens, zusammengekrümmt, ein Mann und eine Frau. Tot. Einzig ein Baby atmet noch. Ein kurzes Zögern, der junge Mann nimmt das Kind und macht sich auf den Weg.
Hinein in eine gewalttätige Welt, in der eine zärtliche Beziehung zwischen dem jungen Mann und dem wenige Wochen alten Kind entsteht. Unterwegs auf einer Strasse der Brutalität und Erniedrigung. Kleine Momente menschlicher Barmherzigkeit . Die Schönheit des Lebens scheint auf in der Absurdität des Todes.
Eine Parabel über den Krieg in unserer Welt. In Europa oder anderswo. Die Sinnlosigkeit des alltäglichen Grauens. Die Schönheit der entstehenden Beziehung zwischen einem jungen Soldaten und einem Baby. Das Leben gegen den Tod.
Olivier Silligs kleiner Roman, in seiner schlichten Sprache von Claudia Steinitz ins Deutsche übersetzt, ist ein Meisterwerk.
(Buchpräsentation Bilgerverlag)
L’écrivain lausannois Olivier Sillig nous plonge dans une atmosphère de guerre dans son septième roman. Son court récit se passe dans un pays qui pourrait être l’ex-Yougoslavie. Le héros, un jeune soldat réchappé d’une attaque, recueille un bébé lui aussi survivant d’un raid aérien. Dans une atmosphère de menace (la guerre), de tendresse émergeante (du héros pour l’enfant) et de désir mêlé d’une grande violence (viols), le récit résiste à la barbarie avec les armes d’un espoir jamais perdu. Le ton n’est à aucun moment désabusé dans Skoda où l’horreur côtoie la douceur, au rythme d’une écriture dépouillée et bellement scandée. (ev)