Räuberleben Roman
Kurzkritik
1787 wurde im badischen Sulz der Räuberhauptmann Hannikel erhängt. Mit seiner Bande hatte er die Gegend während Jahren unsicher gemacht. Ein Brand, der sieben Jahre später das Städtchen verwüstet, erscheint dem Amtsschreiber Grau aber wie eine Strafe für dieses harte Urteil. Aus diesem Zwiespalt der Gefühle heraus entwickelt der literarische Chronist Hartmann einen historischen Roman, der auch die Widersprüche und soziale Nöte am Vorabend der Revolution von 1789 schildert. Räuberleben ist ein atmosphärisch dichter Roman, der unausgesprochen auch Parallelen zu den «sans papiers» von heute aufzeigt. (Beat Mazenauer)