tausendundein fünfzeiler

»Do I contradict myself?« - »Very well then I contradict myself.« (Walt Whitman) - Mehr als eine Geschichte und immer noch eine Geschichte mehr murmelt zeitgleich zwischen den Sandkörnern im Stundenglas spielen wir ein Leben lang (aber wer erzählt?) wie
märchenvernarte Kinder ‹ Ich sehe was, was du nicht siehsb... Und das ist rot oder blau. Oder rote und blaue und gelbe Mosaiksteinchen einer (bin ich hetero?) Heterogenität der Sehenswürdigkeiten - ähnlich den »ähm tä ähm tã tã tä«-To- nen der Bilder aus dem Fricktal (Zugluft) - begegnen mir auf Augenhöhe im Luftzug des Hohlraums zwischen den massiven Säulen einer binären Logik des Entweder-Oder (Kierkegaard). - »Ohne Klarheit in der Sprache ist der Mensch nur ein Gartenzwerg.« (Element of Crime) - Da ist unter dem Bogen über den Säulen eines turmhohen Gebäudes, das aus verschiedenen Sprachen zusammengesetzt in verschiedene Sprachen zerfällt, ein Durchgang wie ein Fenster und dort noch eins, bin ich ein aufbegehrender Zwerg im Gemach der Königin?
Stampfe ich sowohl mit dem einen als auch mit dem anderen Fuss zugleich, muss ich - vor Glück? - einen Luftsprung gemacht haben. Weil nichts, wie die persische Prinzessin in Walt Whitman, mit sich selbst identisch ist, geben uns - wir leben zeitlebens als ein und dasselbe im Plural (aber »[Wer hält mich im Plural - wer hält uns? Wer nimmt das auf sich?«, Monika Rinck) - die gedankenstützenden Sätze vom Widerspruch oder vom ausgeschlossenen Dritten nur auf dem Papier (zu) denken wir uns Across the Universe (The Beatles) wie die unsichtbaren Linien in einem elektromagnetischen Feld als Teil derselben Ebene auf einer Wellenlänge. Im Licht der Tatsachen durchdringen wir mit den konzentrischen Kreisen eines Steinwurfs in den Teich im Spiegelbild unseres geneigten
Gesichts natürlich zugleich weniger und mehr als den mirror of nature (Richard Rorty).

(Edition Howeg)