Lügi & Söhne oder die zwölf Jahreszeiten Gedichte
Es ist eine oft stille, elegante, immer wieder von taghellen wie von nächtlichen Stimmungen und Gefühlen handelnde Lyrik, die in diesem Buch den Weg an die Öffentlichkeit findet. Nicht zu überhören ist zudem, dass die in Zürich eine Kommunikationsagentur leitende Dichterin bereits für ihren ersten Gedichtband ihre ganz eigene, unverwechselbare Sprache gefunden hat. Sie vermittelt Hoffnung, leise Trauer und plötzlich gar eine spontane Frechheit (besonders in den Titelgedichten), die man spätestens beim zweiten (möglicherweise lauten) Lesen entdeckt. Hoffnung wie Resignation, Lebenslust wie stille Trauer, Freude wie leiser Zorn erreichen in ihnen eine beglückende Balance, wie sie in der heutigen Lyrik selten anzutreffen ist.
(Orte-Verlag)