Baba Rada Das Leben ist vergänglich wie die Kopfhaare. Roman
Kurzkritik
Die Ich-Erzählerin von Dana Grigorceas Romandebüt lebt in einem rumänischen Dorf im Donaudelta. Die rabiate Mutter und Grossmutter Baba Rada versucht die Geschicke zu lenken. Die – in Radas Augen hässliche – Tochter soll endlich einen Bräutigam finden, und da kommt ihr der angeschwemmte Terrorist, der Turbulenzen in der kleinen Dorfgemeinschaft auslöst, gerade recht. Politisches und Privates gehen in diesem surrealistischen Märchen, das allerdings von einer allzu realistischen Ära handelt, ineinander. Mit fantasieentrückter Sprache schreibt Grigorcea von einer Ära, in der Menschen nach einer politischen Eiszeit unter veränderten Vorzeichen neu zusammenfinden. (Bettina Spoerri)