Stizis as cruschan / Traces qui se croisent

... la petite fille nostalgique, amoureuse de toutes les créatures vivantes, sait obscurément qu'écrire, dessiner, peindre est une réponse à la soif qui l'habite. Que cette soif l'accompagnera toute sa vie, et que toute sa vie, elle y répondra.

(D.M., Les Troglodytes)

Kurzkritik

Der schön gestaltete kleine Band beginnt mit zwei Gedichten aus früheren Bänden der in Sent geborenen, seit fast vierzig Jahren im Val Müstair lebenden Lyrikerin und bildenden Künstlerin: larschs as dan il man (Schlarigna, Uniun dals Grischs, 2016) und Il blau tocca la terra (Turich, editionmevinapuorger). In den folgenden rund zwanzig Gedichten kreuzen sich Spuren auf vielfältige Weise: Real beobachtete Tiere treffen auf Tiere aus der Vorstellung oder aus Träumen. Als Begleiter des Menschen von der Kindheit bis zum »grond cumgià« (großen Abschied) sind sie Spiegel und Freunde, aber auch das Andere, Fremde. Den kurzen, lakonischen Gedichten ist die stimmige französische Version der Herausgeberin Denise Mützenberg gegenübergestellt. (Ruth Gantert in Viceversa 17, 2023.)