Schönheit und Schrecken
Das lyrische Gesamtwerk

Eines ist das Beste eines Lebenswerks, ein anderes das Ganze. Ohne das Ganze könnte das Beste nicht werden. Das Ganze ist sein Träger und Wachstumsgrund, es ist die Wiese, dann erst sprießen die Blumen. Große Künstler und Dichter wissen dies nur zu gut: Sie arbeiten nicht immer auf der ihnen möglichen Höhe. Sie haben gelernt zu warten.
Dies ist auch Erika Burkart von Anfang an klar gewesen. Mit wie viel Mühe und auf was für Umwegen sie das erreicht hat, was ihr möglich war und entsprach, lässt die Lektüre der ersten acht Publikationen ermessen, die im gedruckten Leseexemplar alle überarbeitet wurden, die ersten beiden drei Mal.
Aus diesem Grund sind hier sämtliche Versionen versammelt: Originaltext der Publikation, Umarbeitung und endlich das, was man eine Version letzter Hand nennen kann, was Erika Burkarts Entwicklung und ihrem damaligen Können und Willen einigermaßen entsprach. Es war ein langer Weg. Die Dichterin hat sich selten dazu geäußert. Sie ging ihn.

(Limmat Verlag)