Weihergespräche Siebzehn annäherungen an wiborada von st. gallen
Der Titel weihergespräche ist Verankerung, Verortung dieser siebzehn Gedichte. Er bezieht sich vordergründig auf deren Entstehungsgrund (mit Hildegards Anfrage) und -rahmen (ein Hochsommer, in dem ich öfter im Garten der Wiborada-Weiber in St-Georgen verweilte). Der Bezug zu St. Georgen in Wiboradas Leben, noch vor der St. Mangener Zeit, spielt aber auch eine Rolle bei dieser Verortung. Oft stellte ich mir, neben der Einsamkeit der St. Mangener Zelle, das frühere Erleben einer besonderen Art der Gemeinschaft vor - darin noch: der Austausch, das Teilen, das Eingebettet-Sein. Stille, Stille. Mitten im Rumoren der Zeit.
(Natacha Ruedin-Royon, aus dem Vorwort)