Cuca. Geschichten Herausgegeben, übersetzt und mit einem Nachwort von Hildegard E. Keller
Man kann nun eine ganz neue Seite von Alfonsina Storni kennenlernen. Sie war nicht nur selbst Erzählerin von kürzeren und längeren Formen, sondern auch Literaturkritikerin und Beobachterin des Literaturbetriebs in Argentinien. Ernsthaft und spielerisch wirft sie einen kritischen Blick auf ihre schreibenden Kollegen (in der großen Mehrheit Männer) und fördert, wo sie kann, ihre Kolleginnen. Sie sind ausschließlich Lyrikerinnen, denn als dichtende Journalistin und Theaterautorin ist Alfonsina Storni allein auf weiter Flur. In Stornis eigenen Erzählungen warten Mädchen auf Balkonen auf den Zukünftigen, sind Menschen im Konsumtaumel oder geniessen die lustvolle Panik vor Vogelspinnen.
(Edition Maulhelden)