Le Rapport Bergier Une histoire tue
monologue
inspiré d’une étude historique mandatée par la Confédération suisse et élaborée de 1996 à 2001 par la commission Bergier (CIE) pour évaluer les relations de la Suisse avec l’Allemagne nazie pendant la Seconde Guerre mondiale.
Ses conclusions n’ont jamais fait l’objet d’une insertion obligatoire dans l’enseignement de l’Histoire suisse.
(Grimaces éditions)
Die mangelnde Verbreitung und Wirkung der von Jean-François Bergier geleiteten Kommission, die das Verhalten der Schweiz von 1939 bis 1945 untersuchte, brachte José Lillo dazu, ein Theaterstück über das Thema zu schreiben. Der in freien Versen verfasste Text wurde 2015 in Genf aufgeführt und erscheint nun in Begleitung einer CD. Drei Stimmen befassen sich nicht nur mit den Geschehnissen des Zweiten Weltkriegs, sondern auch mit den Verdingkindern und der Migrationspolitik. Das polyfone Stück mit dem Wortspiel im Titel (die Geschichte tötet / die verschwiegene Geschichte) enthält historische Dokumente und verweist auf die Mehrdeutigkeit von Sprache. Vehement setzt es den entmenschlichenden juristischen und administrativen Schriften und den Entschuldigungen für nicht wiedergutzumachende Taten eine individuelle Sprache entgegen, die sensibel und aufrichtig hinterfragt und die sich empört. (Claudine Gaetzi, Übersetzung Ruth Gantert, in Viceversa 15, 2021)