Il commissario e la badante
Nella Svizzera di oggi, multietnica e ormai raggiunta dai venti della crisi, si muove una strana coppia di investigatori. Sono l’ex commissario Giorgio Robbiani, della Polizia cantonale ticinese, e la sua badante, la tunisina Zaynab Ammar. Robbiani, in pensione e ancora addolorato per la scomparsa della moglie, spesso viene contattato per piccoli problemi, furti, sparizioni, litigi, visto il suo fiuto da poliziotto affinato dall’esperienza. Zaynab, giovane donna segnata dalla fatica e dalla solitudine dopo la morte del marito nel Centro per richiedenti asilo di Chiasso, con la sua vivace intelligenza si rivela un’ottima assistente per le micro-indagini del commissario. Non potrebbero essere più diversi: lui un anziano un po’ disilluso, benestante e agnostico; lei una musulmana timorosa e piuttosto diffidente, anche se curiosa del nuovo. Eppure si completano a vicenda, anzi, sono la prova che solo la conoscenza reciproca consente uno sguardo adeguato sulla complessità del mondo. Mentre imparano a fidarsi l’uno dell’altra, il commissario e la badante risolvono i casi piccoli e grandi che si susseguono in questi ottantacinque racconti.
(Dalla presentazione del libro, Guanda)
Il commissario e la badante (Der Kommissar und die Pflegerin) versammelt eine Auswahl von 85 Erzählungen, die Andrea Fazioli über zwei Jahre hinweg in der Zeitschrift Cooperazione veröffentlicht hat. Es sind Detektivgeschichten von wenigen Seiten, fast eine Art Rätsel, in denen jeweils die gleichen zwei Protagonisten auftreten: der pensionierte Kommissar Robbiani und seine Betreuerin Zaynab, eine junge Witwe, die aus Tunesien geflüchtet ist. Der rote Faden der Geschichten ist die Beziehung zwischen den beiden unterschiedlichen Figuren, die sich von einer gemeinsamen Spurensuche zur nächsten kennen und schätzen lernen. Die aufrichtige Zuneigung, die sie verbindet, gibt Zaynab die Wärme einer neuen Familie und Robbiani eine «Komplizin» für seine Ermittlungstätigkeit, ein Grund zum Weiterleben für den alten Kommissar. Das Duo löst als neue Watson und Holmes eine Reihe von kleinen und grossen Fällen, die häufig Themen aufgreifen, welche für unsere Gesellschaft charakteristisch sind. Mehrmals bringen sie zum Beispiel die schwierige Integration von Einwanderern zur Sprache, das Misstrauen, das diese in den Augen der anderen lesen, das im neuen Leben langsam nachlassende Heimweh. Sie erzählen von Problemen der Spielsucht, der psychischen Krankheit oder des hohen Alters, in dem man für die einfachsten Dinge Hilfe benötigt. Über die Perspektive der beiden Protagonisten vermittelt sich immer auch der milde und verständnisvolle Blick des Autors. In flüssigem, angenehmen Stil vermag er seine Rätsel mit wenigen, einfachen und konsequenten Mitteln zu stellen und zu lösen. Die Aufgabe, sich über den Grund bestimmter Verhaltensweisen ihre Gedanken zu machen, überlässt er dabei den Leserinnen und Lesern. (Sara Rossi, Übersetzung Ruth Gantert)