Die Zäsur
Beobachtungen und Bedenken in Zeiten der Pandemie

Zu Jahresbeginn 2020 dachte wohl niemand, dass die Welt vier Monate später eine andere sein wird. Eine Welt, in der wir plötzlich in Homeoffices festsitzen, Videokaffeekränzchen abhalten und mit Gesichtsmasken im Zug sitzen. Den einen kam eine solche Entschleunigung womöglich gerade recht, andere waren überrascht, manche verloren ihre Arbeit und ihr Auskommen, viele begannen Fragen zu stellen. Einschneidend war es für alle. Auch wenn wir gerne bereit sind, schnell zu vergessen und so tun, als ob wir unseren Alltag wieder aufnehmen würden wie vorher, wirkt bei vielen der Schock noch nach. Die Rückkehr zu den alten Gewohnheiten fällt schwer. Denn eines steht fest: Mit dem Einbruch dieses kleinen Unsichtbaren wird die Welt nie mehr so sein, wie sie einmal war. Vier Monate Stillstand des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens gehen an uns nicht spurlos vorüber. Oder vielleicht doch? Ist die Macht der Gewohnheit stärker als die Ausnahmesituation? Während dieser langen Weile haben 52 Schweizer Autor*innen herauszufinden versucht, was ihnen unvergesslich bleiben wird und für alle von uns unvergessen bleiben soll. Ihre Erfahrungen, Erkenntnisse, Beobachtungen und Bedenken in Zeiten der Pandemie dokumentiert dieser Band in vielen Facetten und Sprachen.
«Ein überaus kluger Mensch ging in den Wald und er verlief sich dort.» (Daniil Charms)

(Buchpräsentation essais agités)