Was möglich ist Roman
Drei mutige Frauen, drei Neuanfänge: In seinem zweiten Roman erzählt Werner Rohner Geschichten über die Liebe – so schön, so traurig und so divers wie im echten Leben. Edith, 61 und seit Jahrzehnten Kellnerin im gleichen Café, wandert mit ihrem deutlich jüngeren Freund nach Marokko aus. Vera verliebt sich in eine Frau und beginnt eine leidenschaftliche Affäre, obwohl sie sich mit ihrem Mann gerade auf das erste Kind freut. Lena, Ehefrau und Mutter, reist überstürzt mit einer alten Liebe nach Neapel, und als ihr bester Freund dort auftaucht und sie zur Rückkehr bewegen will, zieht sie mit den Kindern bei ihm ein.
Einfühlsam und unaufgeregt erzählt Werner Rohner von Sehnsucht und Begehren, von Aufbruch und Verlust.
(Buchpräsentation Lenos Verlag)
Werner Rohners zweiter Roman präsentiert sich in drei Teilen, von denen jeder nach einer Frauenfigur benannt ist: Edith, Vera und Lena. Die drei Frauen sind als Mütter und als Partnerinnen in schwierige Liebesbeziehungen verstrickt. Edith kehrt nach einem Jahr, das sie mit ihrem viel jüngeren Freund in Marokko verbrachte, zurück nach Zürich zu Sohn und Enkelkind, Vera kann sich nicht zwischen dem Vater ihres Kindes und der Geliebten Nathalie entscheiden, und Lena verlässt vorübergehend Mann und Kinder und zieht zu ihrem besten Freund. Wer sich im langen Mittelteil fragt, wie ein Autor so eingehend Schwangerschaft, Geburt und eine lesbische Liebesbeziehung beschreiben kann, sagt sich am Schluss mit Lena: «Ich weiss jetzt nur, dass alles möglich ist». (Ruth Gantert in Viceversa 15, 2021)