Almas Rom Eine Puschlaver Familiensaga
Ende des 19. Jahrhunderts wandert Cristoforo mit 17 Jahren auf der Suche nach Arbeit von Poschiavo nach Rom aus. Er ist nicht der Einzige, in Rom bildet sich eine eigentliche Puschlaver Kolonie. Als Bäcker und Kaffeebarbetreiber baut sich Cristoforo eine gute Existenz auf und gründet eine Familie.
Das Familienglück wird getrübt, als der Arzt bei Cristoforo eine schwere Krankheit diagnostiziert und ihm dringend empfiehlt, in die gesunde Luft des Puschlavs zurückzukehren. Damit tut sich die 17-jährige Tochter Alma schwer. In Rom geboren und aufgewachsen, fühlt sie sich als Römerin und will ihre Freundinnen nicht verlassen. Als älteste Tochter stellt sie schliesslich die Familieninteressen über ihre eigenen, und das Schicksal wiederholt sich: Wanderte der Vater einst aus dem Puschlav nach Rom aus, so wandert Tochter Alma nun von Rom ins Puschlav zurück. Hier arrangiert sie sich mit dem neuen Leben, zieht weiter nach Norden und kehrt ins Bündner Südtal zurück. Was sie jedoch ihr Leben lang begleitet, ist die ungestillte Sehnsucht nach ihrem Rom.
Patrizia Parolini zeichnet in ihrem Roman ein Stück weit die Geschichte ihrer Vorfahren nach und verwebt diese geschickt zu einer spannenden Darstellung der Puschlaver Auswanderungsgeschichte.
(Buchpräsentation Verlagshaus Schwellbrunn)