Efina [Dt.] Roman
Eine intensive Geschichte von Anziehung und Abneigung und von der großen Liebe zum Theater.
Bei einem Theaterbesuch wird Efina von dem Talent des Schauspielers T überwältigt, dem sie vor langer Zeit schon einmal begegnet ist. Nach diesem Abend beginnen sie sich Briefe zu schreiben, die sie anfangs jedoch beide nicht abschicken. Erst langsam beginnt ein Dialog zwischen ihnen, der jedes Klischee eines Liebesbriefwechsels ins Gegenteil verkehrt. Seitenlang erklären sie sich, warum der andere nicht anziehend ist - und doch liest man die Faszination aus jeder Zeile. Ihre Briefe changieren zwischen Intimität und Distanz, Liebe und Verachtung, Verletzen und Verehren.
Mit großer Geschwindigkeit und doch detailliert erzählt Noëlle Revaz eine Liebesgeschichte ohne Pathos - und eine Liebeserklärung an das Theater.
(Buchpräsentation Wallstein Verlag)
Nach dem Erstling hat auch diesen zweiten Roman der Schriftsteller Andreas Münzner in souveräner Eigenständigkeit und emphatischer Nähe zum Original ins Deutsche übertragen. Und wie schon in Rapport aux bêtes hat Noëlle Revaz auch für Efina eine ganz eigene Sprache mit besonderem Duktus gefunden: War es dort noch das künstliche Patois eines unbeholfenen, fast sprachlosen Menschen, so formt sie hier den Liebesüberschwang zu exaltierten, opulenten Sprachgirlanden. (Roman Bucheli, NZZ, 06.10.2019)