Malinois Erzählungen
Die Liebe und das Begehren in all ihren Spielarten sind die Fluchtpunkte in diesen Erzählungen von Lukas Bärfuss. Wie begegnen wir uns? Welche Sehnsüchte treiben uns um? Nach welchen Vorlagen entwerfen wir die Geschichten unserer Leidenschaften? Bärfuss zeichnet eine Kartographie der Passionen. Seine Geschichten handeln von Grenzerfahrungen, die wir mitten im Alltag machen können. Sie zeigen die Momente der Verwandlung.
(Buchpräsentation WallsteinVerlag)
Die dreizehn zum Teil unveröffentlichten Erzählungen des Georg-Büchner-Preisträgers 2019 sind über einen Zeitraum von zwanzig Jahren entstanden, knapp drei bis sechzehn Seiten lang, in der ersten oder der dritten Person verfasst. Trotzdem erscheint der Band als ein komponiertes Ganzes, nicht nur weil er mit der universalen Frage »Was ist die Liebe?« beginnt und mit der spezifischen Frage »Was ist ein Hund?« endet, sondern auch weil sich Themen und Stilmittel durch die Geschichten ziehen. Lakonisch, unerbittlich und doch humorvoll zeigt Bärfuss Männer und ihr Suchtverhalten: Ob Alkohol, Haschisch, Kunst, Liebe oder Sexualität – was hilft schon gegen Einsamkeit, Absurdität und Tod? (Ruth Gantert in Viceversa 14, 2020)