Stremblidas e s-chima / Beben und Schaum / Tremblements et écume Poesias
La giuvna poetessa engiadinaisa Jessica Zuan tematisescha en sias poesias figurativas il spetgas, la speranza e l’ester. Maletgs da l’Engiadina sa maschaidan cun novas cuntradas ed impressiuns.
Die junge Engadiner Lyrikerin Jessica Zuan thematisiert in ihren figurativen Gedichten das Warten, das Hoffen und das Fremde. Feinfühlige Bilder des Engadins vermischen sich mit neuen Landschaften und Eindrücken.
Seit die in Barcelona lebende Engadinerin Jessica Zuan den Schritt in die Welt der Poesie gewagt hat, stellte sie in kürzester Zeit zwei Gedichtbände zusammen. Der zweite, Stremblidas e s-chima, beinhaltet drei Teile mit 64 Gedichten, die auch visuell überraschen: Es regnet einzelne Verse, Wörter fallen im Flug, ein Gedicht dreht sich im Kreis. Das dreisprachige Buch enthält stets die deutsche und französische Übersetzung (von Claire Hauser Pult und Walter Rosselli) und handelt unter anderem von den Generationen, vom Warten und Hoffen: »spraunza« e »spetta«. Der Lyrikerin, die ihre Inspiration vor allem in der Natur findet, gelingt es, bekannte und traditionelle Szenerien des Oberengadins mit anderen, fremden Landschaften und neuen Impressionen zu verbinden. Dabei treten wiederholt Motive des Wassers, des Lichts und des Himmels auf. (Valeria Martina Badilatti in Viceversa 14, 2020)