Der Pascha aus Urnäsch
Der junge Schreiner Ueli Kurt lebt Mitte des 19. Jahrhunderts in Urnäsch, einem Dorf am Fuss des Säntis. Seine Schnitzereien an der neuen Kirchentür machen ihn weit über das Ausserrhoder Dorf hinaus bekannt. Der autoritäre Vater hält wenig von den Talenten seines Sohnes und drängt ihn zur Ehe mit der gleichaltrigen Cousine. Als Wölfe, die unter der Obhut des jungverheirateten Paares weidenden Ziegen der Familie reissen, büsst Ueli Kurt den Rest an Achtung seines Vaters ein, und die ganze Familie stürzt in tiefe Armut. Nach der Geburt einer behinderten Tochter wird die Not der jungen Familie noch drückender. Zusammen mit anderen Appenzeller Handwerkern findet Ueli auf einem Loire-Schloss in Frankreich Arbeit. Sein Weggang befreit ihn nicht nur aus dem materiellen Elend, sondern ebenso aus seiner unglücklichen Ehe. Ueli schlägt im Streit einen Appenzeller Landsmann nieder und flieht nach Marseille. Er heuert auf einem deutschen Schiff an und gelangt auf abenteuerlichen Fahrten bis ins Schwarze Meer. Nach der Havarie des Schiffs in einem schweren Sturm wird er als einziger Überlebender von einem Pascha gerettet, und für den Urnäscher beginnt ein Märchen wie aus tausendundeiner Nacht.
(Buchpräsentation Orte Verlag)