Diari giapunais tschientedindesch haikus
«diari giapunais» ist das zweite Buch des ausgezeichneten Autors und Musikers Benedetto Vigne. Es enthält 111 rätoromanische Haikus, die zwischen 2009 und 2016 entstanden sind. Das Haiku ist eine dreizeilige Minipoesie nach einer japanischen Tradition; in der Regel handelt es sich um jahreszeitliche Naturbetrachtungen, die markiert sind von «Sparsamkeit, Konzentration, Präzision und Suggestivität. Die Betrachtung in den ersten zwei Zeilen, das Fazit in der dritten…» Der Autor erlaubt sich indes, mit dem Inhalt des Gedichtes zu experimentieren und integriert auch «tägliche Eindrücke und subjektive Gedanken, greift Zeitgeschehnisse oder zufällige Banalitäten auf, rezykliert halb vergessene Sprichwörter, wagt Kommentare, Paraphrasen oder Epigrammatisches, rekapituliert Kindheitserinnerungen oder gar den einen oder anderen Traum…» (Zitate aus der Einleitung). Das Buch, im Taschenformat gehalten, enthält eine ausführliche Einleitung und wird durch ein gutes Dutzend Zeichnungen der bekannten romanischen Illustratorin Pia Valär aufgelockert.
(Buchpräsentation Ediziun Apart)
Diari giapunais ist das zweite Buch des Sprachakrobaten und Musikers Benedetto Vigne. Es enthält 111 rätoromanische Haikus, die in den letzten Jahren entstanden sind. Vigne experimentiert mit der dreizeiligen Miniaturpoesie des Haikus im Romanischen, genauer gesagt in der Standardsprache Rumantsch Grischun. Er variiert dabei die japanischen Haikuregeln, indem er die traditionellen jahreszeitlichen Naturbetrachtungen, die durch Sparsamkeit, Konzentration, Präzision und Suggestivität bestechen, ganz eigen interpretiert. Er greift Alltägliches, Zeitgeschehen oder zufällige Banalitäten auf, rezykliert vergessene Sprichwörter, wagt Kommentare, Paraphrasen oder Epigrammatisches und lässt Kindheitserinnerungen aufleben. (Esther Krättli in Viceversa 11, 2017)