Königskinder
Roman

Als Max und Tina in ihrem Auto eingeschneit auf einem Alpenpass ausharren müssen, erzählt Max eine Geschichte, die genau dort in den Bergen, zur Zeit der Französischen Revolution, ihren Anfang nimmt. Jakob ist ein Knecht aus dem Greyerzerland. Als er sich in Marie, die Tochter eines reichen Bauern, verliebt, ist dieser entsetzt. Er schickt den Jungen erst in den Kriegsdienst, später als Hirte an den Hof Ludwigs XVI. Dort ist man so gerührt von Jakobs Unglück, dass man auch Marie nach Versailles holen lässt. Meisterhaft verwebt Alex Capus das Abenteuer des armen Kuhhirten und der reichen Bauerntochter mit Max' und Tinas Nacht in den Bergen. Ein hinreißendes Spiel zwischen den Jahrhunderten. Alex Capus' schönste Liebesgeschichte seit Leon und Louise.

(Buchpräsentation Hanser-Verlag)

Kurzkritik

Max und Tina – so hieß schon das ebenso liebevolle wie streitlustige Paar in Capus’ letztem Roman Das Leben ist gut. Diesmal sind die Eltern fast erwachsener Kinder unterwegs auf dem Jaunpass und werden eingeschneit. Sie müssen die Nacht im Auto verbringen, und da sie weder Handyempfang noch Bücher haben, beginnt Max zu erzählen: Im Jahr 1779 verliebt sich der arme Greyerzer Hirte Jakob in Marie, die Tochter eines reichen Bauern. Die beiden kommen dank List und Mut zusammen, werden getrennt und finden sich schließlich in Versailles wieder, wo sie einen Modellbauernhof betreiben. Capus’ doppelte Liebesgeschichte rührt, amüsiert und wärmt, bis die Nacht überstanden ist. (Ruth Gantert in Viceversa 13, 2019)