Land der Söhne
Roman

Sofia, 12 Jahre alt, reist mit ihrem Vater Giò im Zug nach New Mexico. Großvater Luigi ist gestorben, und Giò will sich der Vergangenheit stellen. In den 40ern kam Luigi als kleiner Junge aus dem Tessin in die USA und wird von der Mutter, die in Hollywood ihr Glück versucht, in ein Freiluftinternat abgeschoben. Viele Jahre später geht er selbst nach Hollywood, um Produzent zu werden. Seinen Sohn Giò lässt er bei dessen Mutter zurück, die als Hippie-Aussteigerin die freie Liebe probt. Und auch sie lässt Giò in der Kommune zurück, um sich woanders selbst zu verwirklichen. Der neue Moser-Roman ist ein kluges und fesselndes Familiendrama um tief verwurzelte Schuld, Abhängigkeit und Freiheit.

(Buchpräsentation Nagel & Kimche)

Kurzkritik

Der 12-jährige Luigi reist während des Zweiten Weltkriegs mit seiner Mutter aus dem Tessin nach Amerika. Den Vater wird er nicht mehr sehen, die Mutter hat einen neuen Mann und bringt den Jungen in die Outdoor School for Boys in Española. Der erwachsene Lou wird Produzent in Hollywood. Auch sein Sohn Giò (Giovanni) wächst vaterlos auf, als vernachlässigtes Kind einer Hippie-Gemeinschaft. Gleich zwei Väter hat dafür Sofia, die behütete, verwöhnte Tochter von Giò und dessen Partner Santiago in San Francisco. Über drei Generationen erzählt Milena Mosers Amerika-Roman eine Geschichte von Verletzung und Resilienz.

(Ruth Gantert in Viceversa 13, 2019)