Ein Bild von Lydia Roman
Sie ist klug, kunstbegeistert und nach dem Tod ihres Vaters, «Eisenbahnkönig» Alfred Escher, die reichste Frau der Schweiz. Sie ist verheiratet mit dem Sohn eines mächtigen Politikers. Sie ist bereit, all das aufs Spiel zu setzen. Aus Liebe zu einem Künstler. Wer ist Lydia? Niemand kennt sie besser als Luise, das Dienstmädchen, das in allen Wendungen ihres Schicksals an ihrer Seite ist. Und doch bleibt Lydia auch ihr ein Rätsel.
(Buchpräsentation Diogenes)
Lydia Welti-Escher, die reiche Erbin Alfred Eschers, lebt mit ihrem Mann, dem Bundesratssohn Friedrich Emil Welti, im Zürcher Anwesen Belvoir. Der Maler Karl Stauffer erhält den Auftrag, die junge Frau zu porträtieren. Das Ehepaar zieht mit dem Freund nach Florenz, von wo aus Maler und Modell zusammen nach Rom fliehen. Lydias einflussreicher Schwiegervater lässt Stauffer verhaften und dessen Geliebte im Irrenhaus internieren. Es kommt zur Scheidung, Stauffer nimmt sich das Leben und Lydia Welti-Escher folgt ihm 1891 in den Tod. Hartmann erzählt die gut recherchierte Geschichte aus der Sicht des Dienstmädchens Luise. Der frische, interessante Blickwinkel zwingt die Erzählung zu einigen Verrenkungen, damit sie glaubhaft bleibt. (Ruth Gantert in Viceversa 13, 2019)