Fleisch
Roman

Anna und Max, beide Mitte vierzig, sind miteinander zur Schule gegangen und viel später aus Bequemlichkeit ein Parr mit langweiligen Paarfantasien geworden. Doch dann verliebt sich Anna, geplagt von allen Begleiterscheinungen des Älterwerdens, zum ersten Mal in eine Frau, in die 27-jährige Lilly. Und Max verliebt sich in Lillys Mitbewohnerin Sue, die jedoch nur gegen Geld mit ihm ins Bett geht. Anna träumt von Lilly, schläft aber mit einem Filmstar. Lilly wiederum muss sich um ihren kleinen Bruder kümmern, der Eltern und Lehrer zur Verzweiflung treibt, doch Anna ist ihr keineswegs entgangen. Psychoterror und Wahnsinn schleichen sich in die Geschichte, dennoch wird ein Happy End angepeilt.

(Buchpräsentation Kein & Aber)

Presseschau

«Zusätzlich überfrachtet ist die Geschichte mit den Schicksalen von Nebenfiguren, die sich entweder selbst verletzen oder Suizid begehen. Man hat den Eindruck, als traue Simone Meier ihrer eigenen Frauenfigur nicht zu, einen ganzen Roman zu tragen. Und das ist schade, denn man folgt Anna gern auf ihren Abwegen. [...] Das Leben, das an ihr vorbeizieht, bleibt erhalten in der Reflexion, der Verlust der Kontrolle über den Körper wird ausgeglichen durch Sprachbeherrschung. Wenn das Fleisch schon verfällt, bleibt immer noch das Wort - das ist dann fast schon ein Happy End.» (Verena Mayer, Tages-Anzeiger, 13.03.2017)