Der Messias kommt nicht Rabbi Kleins dritter Fall
Was als Sabbatical Gabriel Kleins an der Universität Basel harmlos beginnt, wird zur Ermittlung in einem rätselhaften Mordfall. Das Opfer, ein erfolgreicher Anwalt, Jude und zudem Vorstandsmitglied der Gemeinde, wurde erschossen. Klein lässt sich von einem jungen Kommissar einspannen, um Nachforschungen in der jüdischen Gemeinde anzustellen. Dabei wird der Zürcher Rabbi mit unterschiedlichsten Formen abgrundtiefen Hasses konfrontiert. Während seiner Ermittlungen tritt sein eigentliches Ziel, die Übersetzung eines Buches über den jüdischen Messias aus dem 16. Jahrhundert, in den Hintergrund. Zu unrecht. Ein neuer packender Krimi mit dem beliebten Ermittler aus der Schweiz.
(Buchpräsentation Nagel & Kimche)
Im dritten Band der Rabbi Klein-Krimis erhält der Rabbiner die Möglichkeit, in Basel an einem Forschungsprojekt zu arbeiten und ein Buch über den Messias zu übersetzen. Zur genauen Milieuzeichnung der jüdischen Gemeinde in Zürich-Wiedikon und einem interessanten Einblick in jüdische Studien gesellt sich deshalb zum größten Vergnügen der Leserschaft eine Satire des universitären Lebens, nicht zuletzt gewürzt mit witzigen Beobachtungen zum Unterschied zwischen Baslern und Zürchern. Und der Kriminalfall? Obwohl man schnell ahnt, worum es geht – das Thema liegt in der Luft –, ist er spannend, mit einem überraschenden Ende. (Ruth Gantert in Viceversa Literatur 11, 2017)