Emmy Hennings Dada
Dieser neue Band präsentiert Hennings’ vielschichtigen Beitrag zu Dada mit einer bislang einmaligen Fülle an literarischen Texten, Dokumenten, Bildern und Fotografien. Erstmals werden ihre unveröffentlichten Manuskripte aus der Dada-Zeit vollständig abgedruckt. Zeugnisse von Zeitgenossen wie Julio Álvarez del Vayo, Hans Arp, Leonhard Frank, Ferdinand Hardekopf, Richard Huelsenbeck, Suzanne Perrottet oder Tristan Tzara erschliessen Emmy Hennings’ Bedeutung für die Zürcher Dada-Bewegung. Und eine biografische Zusammenstellung der Freunde und Dada-Mitstreiter zeigt ihre intensive lokale und internationale Vernetzung. Holzschnitte, Zeichnungen und Gemälde von Künstlern wie Hans Richter oder Reinhold Rudolf Junghanns sowie zahlreiche Porträtfotografien vermitteln schliesslich einen ganz neuen visuellen Eindruck von Hennings’ Selbstinszenierungen und ihrer Aura.
(Buchpräsentation Scheidegger & Spiess Verlag)
Als Zürich im Frühjahr 2016 mit Dada Literaturgeschichte schrieb, stand Emmy Hennings im Zentrum des quirligen Geschehens. Sie spielte, improvisierte und rezitierte auf der Bühne des Cabaret Voltaire. Ihr performativer Beitrag zu Dada ist flüchtig. Er lebt indirekt fort, in Tagebüchern, Briefen und Kritiken von Zeitzeugen. Diese versammelt das Buch Emmy Hennings Dada. Hennings’ literarische Hinterlassenschaft aus der Zeit um die Dada-Episode ergänzt den Band. Erstmals integral abgedruckt ist Hennings’ Typoskript Verse und Prosa von 1917. Die Dichterin zeigt sich darin keineswegs dadaistisch, sondern vielmehr religiös, expressionistisch und ernst. Illustriert und abgerundet ist der schön gestaltete Band der beiden Hennings-Expertinnen Christa Baumberger und Nicola Behrmann mit einer Vielzahl von Faksimile-Seiten, Fotografien und einem kleinen biografischen Lexikon zur Dada-Szene. (Florian Bissig)