Eigentlich müssten wir tanzen
Roman

Eine Gruppe junger Männer verbringt ein Wochenende auf einer Berghütte. Als sie ins Tal zurückkehren, sind die Ortschaften verwüstet. Die Menschen sind tot oder geflohen, die Häuser und Geschäfte geplündert, die Autos ausgebrannt. Zu Fuß versuchen sie, sich in ihre Heimatstadt durchzuschlagen. Sie funktionieren, so gut sie können. Tagsüber streifen sie durch das zerstörte Land, nachts durch ihre Erinnerung. Auf der Suche nach einem Grund, am Leben zu bleiben.

(Buchpräsentation Suhrkamp Verlag)

Kurzkritik

Fünf junge Männer, alle mit höherer Bildung, überleben in einer Berghütte eine Katastrophe unbekannten Ursprungs, die ein ganzes Tal vernichtet hat. Auf dem Gang um Rettung begegnen sie Toten oder apathisch den Tod Erwartenden und verlieren sich selber und das, was sie zu Menschen macht. Sie leben zwischen Erinnerungen an das Zuvor und in der Hoffnung auf ein vermeintliches Danach. Das Zuvor erscheint nicht als Alternative zur Katastrophe, sondern als ihre Vorbereitung, das Danach als um so schönere Welt, als gewiss ist, dass es nicht eintreten wird. Eine sachlich knappe Sprache von genauer Anschaulichkeit verschafft diesem düsteren Welt- und Menschenbild volle Überzeugungskraft. (Daniel Rothenbühler)